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Agenturprofil | Peter Ortner

Frauen kaufen Schuhe

Viele Webseitenbetreiber setzen Webtracking ein. Dabei handelt es sich um das Sammeln von Daten auf Internetseiten mit dem Zweck, das Surfverhalten der User zu analysieren.

Lesen Sie hier, wie gezielte Werbung im Internet funktioniert.

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Der gläserne Mensch im Netz

Haben Sie sich noch nie gewundert, dass auf Internetseiten genau jene Werbungen eingeblendet werden, für deren Inhalte Sie sich vor Tagen interessiert haben. Sie haben vielleicht nach einem Urlaub in Hawaii gegoogelt und schon kommt tags darauf auf einer Internetseite Werbung von diversen Südseeinseln.

Dies funktioniert so, dass zum Beispiel die Hausfrau in der Früh noch verschlafen und ohne Kaffee nach hochhackigen Schuhen im Internet suchte. Sie war vielleicht sogar auf der "Zalando-Seite". Sie konnte sich jedoch nicht aufraffen das Objekt der Begierde zu kaufen. Am nächsten Tag besucht sie ihr Facebook-Profil und siehe da, die gleichen Schuhe werden ihr in einer Werbeeinblendung schmackhaft gemacht. Die Frau wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgeben und diese Schuhe kaufen, vielleicht nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht übermorgen.

Woher weiß das Internet die Wünsche der Kunden?

Durch sogenannte Tracker und Cookies werden die Internetdaten ausspioniert. Dabei wird genau erschnüffelt, welche Websites besucht wurden, wie viele Klicks getätigt wurden und wie lange man auf den einzelnen Seiten verweilte. Daraus kann abgeleitet werden, ob ein Kauf getätigt wurde oder nicht. Onlineshops können analysieren, welche Produkte besonders interessant sind, ob die Preise gehoben werden können oder gesenkt werden müssen. Politiker können gezielter auf Wähler zugehen. Die Palette der Nutzungsmöglichkeiten ist endlos.

Schutz vor Tracking und Cookies

Vorweg, diese kleinen Textdateien, die clientseitig abgelegt werden, sind keine Computerviren und richten in der Regel keinen Schaden an. Jeder, der mit keinen Proxysurfer oder mit Hilfe sonstiger speziellen Techniken im Internet surft, hinterlässt Spuren.

In den gängigen Browser kann ein Trackingschutz aktiviert werden. Dabei werden Cookies nur mehr von der ursprünglich besuchten Seite entgegen genommen, aber nicht mehr von Drittanbietern. Wem das nicht ausreicht, der kann auch die Sicherheitsstufe des Browser auf höchste Stufe stellen. Dabei geht jedoch viel Surfkomfort verloren, wenn alle clientseitigen Scripte unterbunden werden. Die meisten modernen und komplexen Websites benötigen solche Scripte, um die volle Funktionalität zu garantieren. Man kann viel zur Sicherheit selber beitragen, wenn man nicht alles im Netz über sich selber preisgibt.

Übrigens: Aufgrund einer EU-Richtlinie muss auf jeder Website angezeigt werden, wenn Cookies für Analysezwecke verwendet werden.

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